Trondheim

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Trondheim liegt wie viele der großen norwegischen Städte direkt an einem Fjord. Die Stadt entstand dort, wo der Fluss Nidelva in den Trondheimfjord fließt - etwa 300 Kilometer nördlich von Oslo. Gegründet wurde Trondheim 997 und es diente bis in das frühe 13. Jahrhundert unter dem Namen Nidaros als Hauptstadt Norwegens.
Heute ist Trondheim mit etwa 180.000 Einwohnern eine der größten Städte des Landes. Bald nach der Gründung Trondheims begann auch der Bau des Nidarosdomes, der nach seiner Fertigstellung zu einem wichtigen Pilgerort wurde und sicher eine der wichtigsten und schönsten Sehenswürdigkeiten von Trondheim ist. Er befindet sich im Zentrum der Stadt am Ufer der Nidelva. Grundsätzlich sind eigentlich alle Sehenswürdigkeiten von Trondheim problemlos zu erreichen und so befinden sich auch in direkter Nähe des Doms gleich mehrere Museen. Neben dem Dom liegt der Erzbischofsgarten – ein historischer Gebäudekomplex, der nach einem Brand aufwendig restauriert wurde. Im Zuge der Restaurierung wurden auch umfassende Ausgrabungen vorgenommen, die zu der Einrichtung eines Museums in dem Gebäude führten. Gerade zusammen mit dem Nidarosdom ist das Museum einen Besuch wert. Das zweite Museum im Erzbischofsgarten ist die Waffenkammer – ein kleines Museum zur Militärgeschichte von der Wikingerzeit bis in das späte Mittelalter. Weitere kleine Museen um den Nidarosdom sind das Taubheitsmuseum und das jüdische Museum.
File 1035Wenn man vom Nidarosdom der großen Straße nach Norden folgt kommt man zum zentralen Platz der Stadt in dessen Nähe sich die königliche Residenz in Trondheim befindet. Dieses Stiftsgården genannte Gebäude ist vollständig aus Holz gebaut und zählt zu den größten Holzhäusern Skandinaviens. Für Besucher gibt es Führungen, die allerdings ausfallen, wenn der König sich in Trondheim aufhält.
File 1065Neben diesen Museen gibt es noch eine Vielzahl an weiteren Museen, wie das Schifffahrtsmuseum, das Kunstmuseum, das Freilichtmuseum, das Wissenschaftsmuseum der Universität mit Ausstellung zu Kultur, Natur und Geschichte, oder auch Rockheim, ein Museum zur Rock und Pop Geschichte Norwegens, um nur einige Beispiele zu nennen. Abwechslung ist auf jeden Fall garantiert.
Eine weitere bekannte Sehenswürdigkeit Trondheims ist die Altstadt, beziehungsweise die vielen historischen bunten Holzhäuser, die von Kaufleuten entlang des Ufers der Nidelva errichtet wurden. Die ältesten Häuser stammen noch aus dem 17. Jahrhundert. Zwischen dem Dom und der Altstadt kann man den Fluss auf der schönen alten Stadtbrücke überqueren die am Ende des 17. Jahrhunderts errichtet wurde und ein lohnendes Fotomotiv ist. Über die alte Stadtbrücke gelangt man vom Nidarosdom zur Festung Kristiansten, die zur gleichen Zeit wie die Brücke entstanden ist und von der man einen schönen Blick über die Stadt und die Landschaft in der Umgebung hat.
File 954Alle bisher erwähnten Sehenswürdigkeiten befinden sich in einem Umkreis von maximal einem Kilometer und sind daher problemlos zu Fuß zu erreichen. Etwas weiter entfernt, nämlich mitten im Fjord, liegt die kleine Insel Munkholmen, die heute ein beliebter Ausflugsort ist. Hier wurde kurz nach der Gründung von Trondheim ein Kloster gebaut. Im 17. Jahrhundert entstand die Festung die heute noch zu sehen ist. Munkholmen ist nicht besonders groß, bietet aber ein Café, ein kleines Museum, Konzerte und Bademöglichkeiten.
Auch kulturell ist Trondheim einen Besuch wert, da im Sommer viele internationale und nationale Festivals und Konzerte stattfinden. Für Naturfreunde ist natürlich wie immer in Norwegen gesorgt. Von einem kleinen Spaziergang entlang der Nidelva bis hin zu längeren Wanderungen in den mehrere hundert Meter hohen Bergen direkt am Stadtrand ist alles möglich.
Trondheim ist mit allen Verkehrsmitteln gut zu erreichen.

 
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